Volaser



Der Volaser ist ein opensource Messgerät und kann überall auf der Welt gebaut und eingesetzt werden. Damit leistet er einen Beitrag zu einem nachhaltigen und gesunden Fäkalschlamm-Management.

Das Wasserforschungsinstitut Eawag erarbeitet Grundlagen für einen nachhaltigen Umgang mit Gewässern und der Ressource Wasser. Es schafft unter anderem Know How und Werkzeuge um weltweit das Fäkalschlamm-Managment zu verbesseren.

Quelle: JPM Joint Monitoring Programm for Water Supply, Sanitation and Hygiene by WHO and UNICEF

Im Jahr 2020 hatten weltweit noch immer knapp die Hälfte aller Menschen keinen Zugang zu sicher bewirtschafteten sanitären Anlagen. 3.4 Milliarden Menschen leben mit sehr einfachen oder ungenügenden sanitären Einrichtungen. Etwa 42% der Menschen leben in einem Haushalt mit Anschluss an ein Kanalisationssystem angeschlossen, gleich viele nutzen Latrinen und Senkgruben (Quelle: JPM Report 2020).

An Orten ohne Kanalisation wird Fäkalschlamm oft unterirdisch gesammelt. Es ist schwierig, die Schlamm-Mengen und Akkumulationsraten zu bestimmen, welche für die Planung und sichere Entsorgung wichtig wären. Für die Entwicklung eines Messgeräts – des Volasers – haben wir die Eawag unterstützt. Er erfasst mittels Sonde und Laserscanner das Volumen und Füllstand von Sammeltanks.

Das Konzept wurde in diversen Situationen an verschiedenen Orten der Welt getestet und iterativ entwickelt. ©Eawag, Zambia

Der Volaser setzt sich aus wenigen, weltweit erhältlichen Komponenten und aus 3D gedruckten Teilen zusammen. So dient zum Beispiel ein handelsübliches Stativ als Basis und ein einfaches Androidhandy als Recheneinheit. Die dazu gehörige App sowie Bauplan, 3D-Print-Daten und die Bedienungsanleitung sind öffentlich zugänglich.

Die grosse Herausforderung bestand darin, eine professionelle und doch möglichst zugängliche Lösung zu schaffen, die in sehr unterschiedlichen Situationen zuverlässig funktioniert. Dafür wurde das Konzept an verschiedenen Orten der Welt getestet und iterativ entwickelt. Damit das System sinnvoll realisiert werden kann, ist eine durchdachte, konsequente Reduktion aufs Wesentliche nötig - hinter frugaler Innovation steckt eine Menge Entwicklungsarbeit.

Frühe Skizze zum Messkonzept
Die Ausgangslage: vielfältig
Das Messkonzept wird im Feld getestet.
Es zeigt sich: der Kompass ist nicht bei allen Mobilephones genau genug. Das Messinstrument muss deshalb auf das Gyroskop zurückgreifen.
Evaluation von Elektronikteilen
Mock-ups: quick & dirty
um schnell Varianten auszuprobieren ...
... und iterieren
Realitätsnaher Versuchsaufbau im Büro
Inhouse 3D-gedruckte Teile
... für den Bau des ersten serienfertigen Exemplars.
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Markteinführung:

2021

Unser Beitrag:

Messkonzept
Konzeption Aufbau und Fertigung
Konstruktion
Systemtechnik
Support App Programming
Sourcing


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